offene Ganztagsschule

Klassenfahrt der Klassen 3a und 3b vom 12. bis 14. März 2018 nach Meschede-Eversberg

„Heute kann es regnen, stürmen oder schnei`n, denn wir strahlen selber wie der Sonnenschein“.

Dieses Geburtstagslied bot das passende Motto für die diesjährige Klassenfahrt der Drittklässler.

Es war kein gutes Wetter angesagt, als wir am Montag in den Bus stiegen, und trotzdem strahlten alle Kinder und freuten sich auf die nächsten gemeinsamen Tage. Mit vollen Koffern, in denen neben Gummistiefeln und Regenjacke auch noch Platz für einige Süßigkeiten war, ging es auf in Richtung Meschede.

Die Kinder machten große Augen, als wir am schönen, im Wald versteckten Matthias-Claudius-Haus ankamen. Nachdem wir uns mit Schnitzeln, Pommes Frites und Salat gestärkt hatten, wurden die Zimmer und Betten bezogen. Jede Klasse hatte ihre eigene Etage.

Nach einer kurzen Pause wanderte die 3b durch den Wald zum Lörmeckerturm. Wer von dem Anstieg noch nicht platt war, traute sich 204 Stufen hoch, um die phantastische Aussicht zu genießen, schon das war der Ausflug wert.

Die 3a erforschte in der Zeit Pflanzen im Wald, spielte ein Fühl-Memory mit Blättern, Tannenzapfen, Fellstückchen von Waldtieren. In einer Schatzkiste wurden Moos, Baumrinde, Zapfen gesammelt und die verschiedensten Grüntöne von Pflanzenteilen bestaunt. Außerdem wurde der Wald mit Spiegeln auf den Kopf gestellt, und man konnte so in die Baumkronen schauen.

Am Abend gab es neben Brot und Aufschnitt noch kleine Pizzastücke, die die Küchenfeen für uns gezaubert hatten.

Als es dunkel wurde, unternahmen wir gemeinsam mit dem Jugendheim-Leiter eine Nachtwanderung. Der erste Gruselfaktor kam, als er alle Taschenlampen einsammelte und uns die Möglichkeit gab, ein Stück des dunklen Weges mit geschlossenen Augen zu laufen. Gut, dass immer ein Klassenkamerad dabei war, der aufpasste. Danach gab es noch eine Dschungelprüfung, bei der man allein ein Stück in den Wald hineinlaufen musste, nur geführt durch ein Seil. Die Äste der Bäume strichen über Kopf und Körper, und es war eine tolle Erfahrung, sich auf seine Sinne verlassen zu können. Wie bei jeder Dschungelprüfung erhielten wir auch Sterne und zwar jene, die oben am Himmel zu sehen waren.

Der Jugendheim-Leiter erklärte uns, wie es zu dem Namen der Freizeitstätte gekommen war. Beim Bau des Hauses fiel auf, wie wunderschön der Mond über dem Wald stand; da dachten die Verantwortlichen an das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ von Matthias Claudius, der den Liedtext vor etwa 200 Jahren schrieb. Gemeinsam sangen wir das Lied. Danach gingen alle zufrieden ins Bett.

Am nächsten Morgen begrüßten uns neben einem großen Frühstück mit Brötchen und Leckereien leider auch der Regen und die Kälte. Doch wir als Abenteurer wollten ja etwas auf der Klassenfahrt erleben. Die Teamer der Seilschaft waren schon da, wir zogen uns warm an, wurden mit Helmen ausgestattet und durften in den Hochseilgarten. Alle Kinder freuten sich vor allem über den Teamer Loki, denn er war ein Hund. Ein Teil unserer Gruppe ging als Erstes an die 12 Meter hohe Kletterwand. Es durften immer vier Kinder sichern, und zwei erklommen die Wand. Die andere Gruppe ging zu einem Aufstieg, bei dem man, natürlich gesichert, eine Leiter hinaufklettern und dann aus 5 Metern Höhe hinunterspringen konnte. Trotz Kälte und ein bisschen Angst trauten sich das ganz schön viele.

Nachdem wir uns etwas aufgewärmt und köstliche Hühnerbollen mit Reis und Currysoße verzehrt hatten, ging es wieder nach draußen. Während die Kinder, die vorher geklettert waren, nun auch in den Genuss des Sprunges kamen, durften die anderen eine Hängebrücke überqueren. Man war zwar auch hier durch Seile gesichert, aber die schwindelerregende Höhe und das Alleingehen über diese Brücke verlangte einem schon sehr viel ab. Doch die Mitschüler gaben durch anfeuernde Zurufe und Jubel Rückendeckung.

Dann trotzte die 3b noch mal dem Wetter und erforschte den Wald wie am Tag zuvor die 3a. Da es sehr stark regnete, wurde die Waldführung verkürzt und dafür mit Naturfarben, wie es bereits die Steinzeitmenschen taten, in einem Gruppenraum gemalt.

Auch die 3a musste sich aufwärmen und ging mit den Seilschaft-Teamern in einen zweiten Gruppenraum; hier spielten sie die Schnick-Schnack-Olympiade, kämpften gemeinsam gegen einen stinkenden Zombie und ließen Schweine rennen.

Am Abend ruhten wir uns bei einem schönen Feuer und leckerem Stockbrot von den Strapazen aus, sangen ein paar Lieder und genossen die Wärme.

Doch was wäre eine Klassenfahrt ohne eine Party? In einem der Gruppenräume kamen wir alle zusammen, hörten Musik, tanzten ganz viel und hatten Spaß.

Dann ging es in die Betten.

Dass die Klassenfahrt am Mittwoch schon wieder zu Ende war, fanden alle sehr traurig. Aber nachdem wir unsere Zimmer aufgeräumt, die Koffer gepackt und dem Jugendheim-Leiter, der uns mit einer riesigen Winkehand verabschiedete, zugewinkt hatten, spielten und sangen noch einige Kinder im Bus weiter.

Es war eine schöne und erlebnisreiche Fahrt, viele Kinder waren über sich hinausgewachsen, und alle „strahlten wie der Sonnenschein“.

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